Warum der Kleinumzug vom Termin am stärksten abhängt
Unsere Tagesaufschläge sind absolute Beträge und keine Prozente. Das ist für den großen Umzug ein Vorteil und für den kleinen eine Warnung. Ein Fünfzimmerumzug für 1.329 Euro wird durch 150 Euro Aufschlag um rund elf Prozent teurer. Ein Einzimmerumzug für 369 Euro wird durch dieselben 150 Euro um rund einundvierzig Prozent teurer. Der Betrag ist gleich, das Gewicht ist völlig verschieden.
Deshalb ist die Terminfrage nirgends so wirksam wie beim Kleinumzug. Ein Zimmer kostet am Mittwoch, dem 12., 369 Euro. Dasselbe Zimmer am Freitag, dem 31., kostet 369 plus 90 plus 60, also 519 Euro. Fällt der Monatsletzte auf einen Samstag, sind es 369 plus 90 plus 120, also 579 Euro. Das ist mehr als die Hälfte obendrauf, für exakt dieselben Kartons.
Gerade kleine Umzüge sind oft beweglich. Eine WG-Bude, ein Studienort, eine Zwischenlösung, ein Auszug beim Partner: in diesen Fällen gibt es selten einen Übergabetermin, der auf den Tag genau hängt. Wer zwei Wochen früher oder später kann, hat 150 Euro verdient, ohne dass wir irgendwo weniger Arbeit machen.
Festpreis oder Stunde, und wo die Grenze liegt
Beim Kleinumzug liegen beide Wege dicht beieinander, und das ist der Punkt, an dem wir ehrlich rechnen müssen. Der Festpreis für ein Zimmer sind 369 Euro. Fünf Stunden mit zwei Kräften und Möbelkoffer sind 370 Euro. Die Grenze liegt also bei knapp fünf Stunden. Darunter ist die Stunde günstiger, darüber der Festpreis.
Für ein Zimmer im zweiten Obergeschoss mit Aufzug und Wagen vor der Tür rechnen wir mit vier Stunden, das sind 296 Euro. Ohne Aufzug im vierten Obergeschoss rechnen wir mit fünfeinhalb Stunden, das sind 407 Euro, dann ist der Festpreis von 369 Euro die bessere Wahl. Eine reine Beiladung oder ein Sofa quer durch die Stadt bleibt meist bei der kleinsten Abnahme von drei Stunden und damit bei 222 Euro.
Der Tagesaufschlag kommt bei beiden Wegen einmal obendrauf und nicht je Stunde. Drei Stunden am Freitag, dem 31., sind 222 plus 90 plus 60, also 372 Euro. Damit kostet die kleinste mögliche Buchung am teuersten Tag mehr als ein ganzes Zimmer zum Festpreis am Mittwoch. An dieser Stelle wird am deutlichsten, was der Tag auf dieser Site bedeutet.
Das zählt bei uns als Kleinumzug
- Einzimmerwohnung oder Apartment bis rund fünfzehn Kubikmeter
- WG-Zimmer mit Bett, Schrank, Schreibtisch und Kartons
- Beiladung, wenn nur ein Teil des Hausrats umzieht
- Einzelne schwere Stücke wie Sofa, Waschmaschine oder Schrankwand
- Weg ins Lager: 6 Kubikmeter kosten dort 42 Euro im Monat
Was am Kleinumzug sonst noch Geld kostet
Kartons sind der häufigste Nebenposten. Leihen kostet 0,80 Euro je Stück und Woche, kaufen kostet 1,95 Euro. Für ein Zimmer rechnen wir mit etwa zwanzig Kartons. Zwei Wochen leihen sind damit 32 Euro, kaufen wäre 39 Euro. Wer länger als fünf Wochen braucht, kauft günstiger. Eine Kleiderbox kostet 3,20 Euro je Woche, zehn Kilo Packpapier 13 Euro.
Alte Möbel, die nicht mitsollen, entsorgen wir ab 38 Euro je Kubikmeter. Ein alter Kleiderschrank und eine durchgelegene Matratze sind zusammen oft drei Kubikmeter, also ab 114 Euro. Das lohnt sich meistens, weil jeder Kubikmeter, den wir nicht tragen, auch Zeit spart. Möbelmontage kostet 28 Euro je Stunde, ein Bett samt Lattenrost ist üblicherweise in einer Stunde zerlegt.
Die Anfahrt im Berliner Stadtgebiet ist frei. Erst ab dem 31. Kilometer kommen 0,85 Euro je Kilometer dazu, das betrifft Ziele im Umland. Ein Kleinumzug nach außerhalb mit 60 Kilometern Strecke kostet damit 30 mal 0,85, also 25,50 Euro Fahrtanteil. Auch dieser Posten steht vorher im Angebot und nicht erst auf der Rechnung.