Was Zeitdruck wirklich kostet
Der Winkel dieser Site ist sonst: Wer den Termin verschieben kann, spart. Beim Trennungsumzug stimmt dieser Satz oft nicht. Wenn ein Auszug in zehn Tagen stehen muss, ist der Dienstag in der Monatsmitte vielleicht schon vorbei oder noch zu weit weg. Dann zählt, dass der Tag überhaupt steht.
Deshalb hier die Zahlen ohne Beschönigung. Eine Zweizimmerwohnung kostet an einem ruhigen Werktag 529 Euro. Am Samstag am Monatsende sind es 529 plus 90 plus 120, also 739 Euro. Beginnt der Tag erst nach 16 Uhr, weil vormittags niemand aufschließen kann, kommen 45 Euro dazu und es sind 784 Euro.
Ein Teilhausrat ist meistens kleiner als eine ganze Wohnung. Wer Bett, Schrank, Schreibtisch und zwanzig Kartons mitnimmt, liegt bei rund fünfzehn Kubikmetern und damit bei 369 Euro als Grundpreis. Am Samstag am Monatsende sind es 579 Euro. Das ist der Aufpreis für einen Termin, den man sich nicht ausgesucht hat, und er steht vorher im Angebot.
Ist die Menge klein, rechnen wir nach Stunden. Möbelkoffer mit zwei Kräften ab 74 € je Stunde, kleinste Abnahme drei Stunden, also 222 Euro. Mit drei Kräften ab 98 € je Stunde, wenn es schnell gehen soll. Vier Stunden mit drei Kräften sind 392 Euro, und damit ist ein Teilhausrat oft vor dem Mittag aus der Wohnung.
Die Liste entscheidet, nicht die Kolonne
Wir nehmen vor dem Termin eine Liste auf: Raum für Raum, Stück für Stück. Am Umzugstag laden wir, was auf dieser Liste steht. Steht etwas nicht darauf, bleibt es stehen, auch wenn jemand vor Ort etwas anderes sagt. Das ist keine Unfreundlichkeit, sondern der einzige Weg, wie unsere Leute aus einer Sache heraushalten können, die sie nichts angeht.
Was wem gehört, klären Sie ohne uns. Wir geben keine rechtliche Einschätzung ab, weder zum Hausrat noch zur Wohnung noch zu Fristen. Wenn Sie dazu Fragen haben, gehören die zu einer Beratung, die wir nicht leisten. Wir sind der Betrieb, der trägt und fährt.
Zur Liste gehört auch, was ausdrücklich nicht mitkommt. Gerade bei geteilten Möbeln, Schrankwänden oder einer gemeinsamen Küche ist das wichtiger als die Frage, was eingepackt wird. Zwei Zeilen im Angebot reichen dafür.
Unsere Kolonne arbeitet an solchen Tagen wie an jedem anderen: leise, zügig, ohne Kommentar. Es fahren feste Teams, keine Aushilfen, die gestern woanders waren. Wenn beide Parteien in der Wohnung sind, halten wir uns an die Liste und an den Zeitplan und an nichts sonst.
Was vor dem Termin auf dem Zettel stehen sollte
- Alle Möbelstücke, die mitkommen, mit Raum und ungefährer Größe
- Kartons nach Räumen gezählt, auch wenn sie noch leer sind
- Geräte mit Anschluss: Waschmaschine, Kühlschrank, Geschirrspüler
- Stücke, die zerlegt werden müssen, weil sie nicht durch die Tür passen
- Was ausdrücklich in der Wohnung bleibt
- Wer aufschließt, wer unterschreibt und wohin die Schlüssel gehen
Wenn die neue Wohnung noch fehlt
Häufig steht der Auszugstermin fest, bevor eine neue Wohnung gefunden ist. Dann geht der Hausrat ins Lager und kommt später dorthin, wo es weitergeht. Sechs Kubikmeter kosten ab 42 € im Monat, zwölf ab 72 € im Monat. Zwölf Kubikmeter fassen einen Teilhausrat aus zwei Zimmern recht bequem.
Die spätere Zustellung kostet ab 85 € je Fahrt. Sie hat einen Vorteil, der in dieser Lage selten genannt wird: Der Einzugstermin ist frei wählbar, weil er an keinem Mietvertrag hängt. Wer den Auszug am teuren Samstag nicht vermeiden konnte, legt wenigstens die Zustellung auf einen Dienstag in der Monatsmitte und spart dort die 90 Euro.
Wo das Lager steht, nennen wir nicht. Wer während der Lagerzeit an eine bestimmte Kiste muss, sagt uns vorher Bescheid, dann holen wir sie heraus und bringen sie vorbei. Beschriften Sie Kartons deshalb an der Seite und nicht oben, das erspart später das Umstapeln.
Für alles, was weder mitkommt noch gelagert wird, rechnen wir die Entsorgung, ab 38 € je Kubikmeter, besenrein übergeben und mit Nachweis. Und wenn zum Packen die Kraft fehlt, übernehmen wir das, ab 24 € je Stunde je Stunde und Kraft. Eine Kraft schafft ein Zimmer in zwei bis drei Stunden.