Was zerlegt wird und was zusammen bleibt
Nicht jedes Möbelstück muss auseinander. Was durch Tür und Treppenhaus passt, geht am Stück, denn jede Schraube kostet Zeit auf beiden Seiten. Zerlegt wird, was zu groß, zu schwer oder zu empfindlich für die Wendung im Treppenhaus ist. Gerechnet wird nach Zeit, ab 28 € je Stunde, mit Werkzeug und Beschlagkiste im Preis.
Feste Zeiten aus der Praxis: Ein Doppelbett mit Lattenrost ist in einer halben Stunde unten und in vierzig Minuten wieder oben. Ein vierteiliger Kleiderschrank braucht anderthalb Stunden für den Abbau und zwei für den Aufbau, weil er ausgerichtet werden muss. Eine Küchenzeile von drei Metern kostet drei bis vier Stunden für den Abbau.
Ein üblicher Durchgang in einer Dreizimmerwohnung sind vier Stunden Abbau und fünf Stunden Aufbau, zusammen neun Stunden und damit 252 Euro. Mit zwei Kräften ist derselbe Umfang in viereinhalb Stunden erledigt, die Summe bleibt gleich, aber der Tag endet früher.
Zwei Dinge sagen wir vorher und nicht hinterher. Erstens: Möbel aus Pressspan halten zwei bis drei Zerlegungen aus, danach greifen die Dübel nicht mehr richtig. Zweitens: In alten Wänden hält nicht jeder Dübel, und eine Schrankwand, die vorher an der Wand verschraubt war, braucht in der neuen Wohnung unter Umständen andere Befestigung.
Diese Stücke zerlegen wir fast immer
- Kleiderschränke ab drei Türen und alles mit Schiebetüren
- Hochbetten und Etagenbetten, auch wegen des Gewichts
- Regalsysteme, die an der Wand verschraubt sind
- Küchenzeilen samt Unterschränken und Arbeitsplatte
- Esstische mit Beinen, das spart Fläche im Wagen
- Schreibtische mit Aufsatz und alles mit Glasplatten
Wo unsere Arbeit aufhört
Gas und Starkstrom rühren wir nicht an. Ein Gasherd und ein Elektroherd mit Starkstromanschluss werden von einem eingetragenen Fachbetrieb getrennt und angeschlossen, und das aus gutem Grund. Wir bauen die Küche darum herum ab und wieder auf, aber der Anschluss ist nicht unsere Arbeit.
Wasseranschlüsse für Waschmaschine und Geschirrspüler klemmen wir ab und wieder an, sofern die vorhandenen Ventile und Schläuche in Ordnung sind. Sind sie verkalkt oder undicht, lassen wir die Finger davon und sagen Ihnen das. Ein tropfender Anschluss in einer frisch übergebenen Wohnung ist der teuerste Zeitgewinn überhaupt.
Arbeitsplatten schneiden wir nicht zu. Wenn die alte Küche in der neuen Wohnung an anderer Stelle steht, braucht es meist einen neuen Zuschnitt, und dafür ist ein Tischler zuständig. Wir sagen beim Aufmaß, ob das auf Sie zukommt, damit Sie es nicht am Umzugstag erfahren.
Lampen hängen wir ab und wieder auf, solange kein Eingriff in die Elektrik nötig ist. Löcher bohren wir, wo Sie es wünschen. Was wir nicht machen, ist Ausbessern und Streichen der alten Wohnung. Für Sperriges, das gar nicht mitkommt, gilt die Entsorgung, ab 38 € je Kubikmeter.
Warum die Montage am Termin hängt
Der Aufbau steht immer am Ende des Tages. Erst wird geladen, gefahren und ausgeladen, und dann greift jemand zum Schrauber. Genau deshalb entscheidet der Termin darüber, ob die Betten am Abend stehen oder ob jemand auf einer Matratze auf dem Boden schläft.
An den sechs teuren Tagen um den Monatswechsel fahren unsere Wagen zwei Aufträge am Tag. Der zweite beginnt dann oft erst am Nachmittag, und ein Beginn nach 16 Uhr kostet 45 Euro zusätzlich zum Tagesaufschlag von 90 Euro. Der Aufbau landet in solchen Fällen im Dunkeln oder rutscht auf den Folgetag, und ein zweiter Anfahrtstag kostet erneut Zeit.
In der Monatsmitte fängt der Wagen morgens an einer einzigen Adresse an. Dann sind Abbau, Transport und Aufbau ein durchgehender Ablauf, und die Betten stehen vor dem Abendessen. Dieselbe Arbeit, derselbe Stundensatz, nur ein anderer Tag im Kalender.
Eine Beispielrechnung dazu: Zweizimmerwohnung am Dienstag, dem 14., kostet 529 Euro. Sechs Stunden Montage mit einer Kraft sind 168 Euro, zusammen 697 Euro. Am Samstag am Monatsende wären es 529 plus 90 plus 120 plus 168, also 907 Euro, und der Aufbau würde vermutlich nicht mehr fertig.