Warum wir zwei Beladestellen nach Stunden rechnen
Unsere Pauschalen sind nach Zimmerzahl gebaut und gehen von einer Wohnung aus, die geleert wird. Beim Zusammenziehen gibt es zwei davon, und dazwischen liegt eine Fahrt quer durch die Stadt. Deshalb rechnen wir diese Tage nach Stunden, ab 98 € je Stunde mit drei Kräften. Drei Kräfte sind hier fast immer richtig, weil an zwei Adressen getragen und dazwischen umgestaut wird.
Ein typischer Tag sieht so aus: zwei Stunden für die erste Wohnung, eine halbe Stunde Fahrt, zwei Stunden für die zweite, eine halbe Stunde zur neuen Adresse und zwei Stunden Ausladen. Das sind sieben Stunden und damit 686 Euro. Kommen Stockwerke ohne Aufzug dazu, werden neun Stunden daraus, also 882 Euro.
An dieser Stelle lohnt der Vergleich mit der Pauschale. Zwei Einzimmerwohnungen ergeben zusammen rund dreißig Kubikmeter und liegen damit zwischen der Zweizimmer- und der Dreizimmerstufe, also zwischen 529 und 779 Euro. Bleibt der Tag unter acht Stunden, fahren Sie nach Stunden günstiger. Ab neun Stunden ist die Dreizimmerpauschale die bessere Wahl, und dann rechnen wir auch so ab.
Welche Variante bei Ihnen aufgeht, sagen wir nach dem Aufmaß. Das kostet nichts und dauert an zwei Adressen zusammen etwa vierzig Minuten. Wer es eilig hat, schickt Fotos von beiden Wohnungen; für eine belastbare Schätzung reichen sie meistens. Mit vier Kräften geht derselbe Tag schneller, ab 122 € je Stunde, und endet dafür früher.
Zwei Kündigungsfristen, ein Termin
Der eigentliche Knoten beim Zusammenziehen ist nicht der Wagen, sondern der Kalender. Zwei Mietverhältnisse enden, eins beginnt, und alle drei Daten wollen an einem Tag zusammenpassen. Weil Mietverträge fast immer zum Monatsende auslaufen, landet dieser Tag wie von selbst in den sechs teuersten Tagen des Monats, und die kosten 90 Euro Aufschlag.
Hier hilft eine einfache Überlegung. Sie brauchen nur eine der beiden alten Wohnungen ein paar Tage länger, nicht beide. Wer eine davon bis zum 15. behält, kann am Dienstag, dem 12., zusammenziehen und spart den Aufschlag. Ehrlich gerechnet: Eine halbe Monatsmiete kostet in Berlin meist mehr als 90 Euro. Das lohnt also nur, wenn Sie die Zeit ohnehin fürs Renovieren oder für die Übergabe brauchen.
Die zweite Möglichkeit ist, den Umzug in zwei Etappen zu legen. Eine Wohnung zieht am günstigen Dienstag um, die andere zwei Wochen später. Dazwischen steht die Hälfte des Hausrats schon in der neuen Wohnung. Das kostet zwei Fahrten statt einer, spart aber den Aufschlag und nimmt dem Tag den Druck.
Fällt der Termin doch auf den Monatsletzten, sagen wir Ihnen den Betrag vorher. Sieben Stunden mit drei Kräften am 31. sind 686 plus 90, also 776 Euro. Ist dieser 31. ein Freitag, kommen noch 60 Euro dazu und es sind 836 Euro. Das steht im Angebot, bevor Sie zusagen, und nicht danach auf der Rechnung.
Doppelte Möbel: was mitkommt und was nicht
Zwei Haushalte bringen zwei Sofas, zwei Waschmaschinen, zwei Bettgestelle und zwei Küchentische mit. In der neuen Wohnung ist für all das kein Platz, und jeder Kubikmeter, den wir zweimal tragen, kostet Zeit. Deshalb gehört die Aussortierliste vor den Umzugstag und nicht danach.
Was sicher nicht mitkommt, nehmen wir direkt mit, ab 38 € je Kubikmeter. Ein Zweisitzer mit rund zwei Kubikmetern kostet damit ab 76 Euro, und er muss nicht erst in den vierten Stock getragen werden, um ein Jahr später wieder herunterzukommen. Was Sie behalten, aber gerade nicht brauchen, geht ins Lager: ab 42 € im Monat für sechs Kubikmeter.
Wenn eine Entscheidung noch aussteht, ist das Lager der ruhige Weg. Sechs Kubikmeter fassen ein Sofa, einen Schrank und ein paar Kartons. Nach drei Monaten wissen Sie, ob die Sachen fehlen. Die Zustellung später kostet ab 85 € je Fahrt, die Lagermiete läuft je angefangenem Monat.
Möbel, die in die neue Wohnung sollen, aber nicht durch das Treppenhaus passen, zerlegen wir, ab 28 € je Stunde je Stunde und Kraft. Bei zwei zusammengelegten Haushalten fällt das öfter an als sonst, weil der Schrank der einen Wohnung in das Schlafzimmer der anderen soll. Sagen Sie uns vorher, welche Stücke das betrifft.
Was vor dem gemeinsamen Umzugstag entschieden sein sollte
- Welches der beiden Sofas mitkommt und was mit dem zweiten passiert
- Welche Waschmaschine bleibt, die zweite wiegt rund 70 Kilo und braucht zwei Kräfte
- Ob beide Küchen zerlegt werden oder eine in der alten Wohnung bleibt
- Welche Wohnung zuerst geladen wird, meistens die mit dem längeren Trageweg
- Wer an welcher Adresse aufschließt und wo die Schlüssel am Abend liegen
- Ob ein Teil des Hausrats für ein paar Monate ins Lager geht